UNTERNEHMENSFOLGE

Gut geregelt, optimal vorgebeugt


Was haben Krisenprävention und Unternehmensfolge gemeinsam? Ganz einfach: Wenn ein Unternehmen übergeben werden soll, dann gehört die Insolvenz-Prävention zur geordneten Übergabe ‒ ohne Wenn und Aber. Denn wer seinen Betrieb auf die Zukunft vorbereiten will, muss die Liquiditätssicherung zu einem seiner obersten Ziele machen. Und er muss zusehen, dass immer genügend Finanzmittel zur Verfügung stehen.

Unternehmensnachfolge im Mittelstand


Früher oder später gilt das auch für Sie, wenn Sie ein kleines oder mittleres Unternehmen sind. Denn von den 3,6 Millionen KMU Instituts für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) 2014 rund 135.000 Unternehmen zur Nachfolge an ‒ das sind jedes Jahr mehr als 25.000. Jeder Unternehmer, der in diesem Zusammenhang keine präventiven Maßnahmen ergreift, kann zu einem Problemfall werden.

Irgendwann muss jeder einmal aufhören ‒ auch Sie!


Das Thema Nachfolge ist für Sie als Geschäftsleiter im Grunde immer präsent. Denken Sie daran, dass Ihr Alter voranschreitet und Sie ‒ ja, Sie! ‒ eine Krankheit oder der Tod ereilen kann. Das sind zwar Binsenwahrheiten, aber existenzielle Ereignisse, die fast jeder Mensch leider verdrängt. Zugegeben, es ist schwer, an die Unternehmensnachfolge zu denken. Schließlich bringt sie eine tief greifende Veränderung in Ihr Leben als Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstand. Das kann nicht jeder. Deswegen sind wir für Sie da und beraten Sie in allen anstehenden Fragen.

Vorbereitung ist alles


Sagen wir es ruhig: Es ist psychologisch eine große Herausforderung, sich damit zu befassen. Denn Sie könnten plötzlich nicht mehr einsatzfähig sein. Dann müssen Sie für Ihren „Fall des Falles“ vorbeugen. Dazu empfehlen wir Ihnen, einen Notfallkoffer zu packen. Sprechen Sie darüber unbedingt mit Ihrer Familie, mit Ihrem Führungskreis im Unternehmen, mit Ihrem Steuerberater und mit uns: Es geht darum, den Notfall vorzubereiten und dafür vorzusorgen, wenn Ihnen etwas passiert und Sie in der Geschäftsleitung ausfallen.

Den Ausstieg selbst bestimmen


Eine andere Ausgangsposition haben Sie, wenn Sie über das Ende Ihres Einsatzes für das Unternehmen selbst entscheiden. Das bedeutet: Sie steigen zu einem von Ihnen bestimmten Zeitpunkt bewusst aus der Karriere aus. Dann müssen Sie auf Macht verzichten. Sie müssen Ihr bisheriges soziales Umfeld aufgeben, das von Führung, Verantwortung und Fürsorge für Ihr Unternehmen, Ihre Beschäftigten und Ihre Kunden geprägt war. Und Sie müssen lernen, loszulassen und eine neue Phase in Ihrem Leben zu planen und anzugehen. Kurz: Bei der Unternehmensnachfolge sind Sie gefordert, jetzt auch in Ihrer ureigenen persönlichen Sache ein aktiver Unternehmer zu sein.

Plötzliche Veränderung


Unternehmensnachfolge muss nicht immer aus internen Faktoren heraus geregelt werden. Es können auch durchaus externe Faktoren sein, die eine sorgfältige Planung und klare Entscheidung zu einer Unternehmensnachfolge notwendig machen. Immer häufiger müssen sich KMU-Verantwortliche mit der rasanten Entwicklung auf ihrem Markt auseinandersetzen: Wettbewerber geben auf oder fusionieren. Produkte und Dienstleistungen verschwinden mangels Nachfrage. Oder sie setzen Anpassungen in Technik, Fertigung, Vertrieb und Service und damit finanzintensive Investitionen voraus.

Innovationen oder disruptive Entwicklungen tun ein Übriges, damit Sie in die Bredouille kommen. Können Sie mithalten? Reichen Ihre Prozesse, Strukturen und Ressourcen dafür noch aus? Können Sie die dann erforderlichen Strategien entwickeln und auch umsetzen? Es kann also auch der Markt sein, der eine Übergabe Ihres Betriebes erfordert. Das bedeutet immer: umsichtige Planung und konsequente Umsetzung. Im Klartext: Das bedeutet einen unternehmerischen Kraftakt.

Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen


Bei der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen – das sind mit Abstand die meisten KMU – werden folgende Lösungen am häufigsten gewählt:

  • Die Verantwortung wird einem Kind oder mehreren Kindern des Unternehmers übertragen. Die Unternehmerfamilie bleibt Eigentümer.
  • Die Verantwortung wird einem neuen Geschäftsführer übertragen, der nicht aus der Familie stammt und von außerhalb kommt. Die Unternehmerfamilie bleibt Eigentümer.
  • Die Familie verpachtet das Unternehmen und bleibt Eigentümer.
  • Die Familie gründet eine Stiftung und bringt das Unternehmen als Stiftungsvermögen ein. Manche bleiben Eigentümer, andere nicht.
  • Die Familie fusioniert das Unternehmen mit einem anderen. Firmenanteilen entscheiden über die rechtliche Gestaltung der Fusion.
  • Die Familie trennt sich vollständig von dem Unternehmen und verkauft es.

Wie Sie an den verschiedenen Grundmodellen für eine Nachfolgelösung sehen, brauchen Sie hier unbedingt Expertenwissen.
Holen Sie daher umfassende Beratung ein – zu Ihrem Nutzen und dem Ihres Unternehmens.

Überlegtes Management ist gefragt


Die Übergabe ist auch in Bezug auf das Management eine große Herausforderung. Wollen Sie die Zukunft Ihres Unternehmens ordnen, dann müssen Sie Ihre Emotionen aus dem Spiel lassen, sachlich bleiben und sich strikt an Fakten orientieren. Jede Überlegung zur Zukunft
eines Unternehmens und damit auch jede Überlegung zur Unternehmensnachfolge

beschwört eine Umbruchsituation herauf, die viele Beteiligte tief verunsichern kann. Daher sollten Sie Ihrem Betrieb gerade jetzt ausreichend Sicherheit geben. Sie tun das, indem Sie Kontinuität und Verlässlichkeit schaffen, Chance und Risiko abwägen und alles Notwendige einleiten, um auf dem Markt im künftigen Wettbewerb zu bestehen.

Unternehmensnachfolge muss Teil Ihrer strategischen Unternehmensplanung sein. Sorgen Sie dafür, dass alle Maßnahmen bewusst, geplant und koordiniert umgesetzt werden. Und denken Sie daran, dass die wichtigsten Grundwerte von Familienunternehmen in Zuverlässigkeit, Kontinuität, Qualität und Innovation liegen (Studie 2011). Das sind zugleich die Leitplanken für die Planung Ihrer Unternehmensnachfolge.

Unsere Leistungen

Umfassende
Sanierungsberatung

Wir helfen Ihnen, die Chancen in der Krisenzeit zu identifizieren. Nutzen Sie vorhandenes Potenzial, um Ihr Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

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Ideale
Prävention

Vorbeugende Maßnahmen gehören zwingend zum erfolgreichen Unternehmensalltag. Seien Sie auf jede Situation ideal vorbereitet – so bringt Sie nichts aus der Fassung.

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Informative
Fachvorträge

Wir informieren Unternehmer auch gern umfassend bei einem Vortrag – ob zur optimalen Vorsorge oder aufgrund akuter Herausforderungen.

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Schutzschirmverfahren & Eigenverwaltung

Behalten Sie die volle Kontrolle über Ihr Unternehmen. Mit dem Schutzschirmverfahren und der Eigenverwaltung erholen Sie sich schnell von der Krise.

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