RISIKOANALYSE

Gerade kleine und mittlere Unternehmen produzieren Risiken


Der Mittelstand gilt ganz zu Recht als Rückgrat der Deutschen Wirtschaft. Der Ruf, “Exportweltmeister” zu sein, die starke Gründerszene und der flexible Umgang mit Online-Tendenzen im Exportmarkt machen ihn stark und weltweit anerkannt. Internationalisierung, auch wenn vielfach durch erstarkte Online-Konkurrenz erzwungen, ist selbstverständlich geworden.
Hand in Hand mit diesen Entwicklungen werden Risiken deutlicher.

Was ist ein Risiko?


Der Geschäftsführer ist wie ein Pilot: Er muss im Firmen-Cockpit sein Unternehmen an Hand der auflaufenden Kennzahlen steuern. Dabei sollte er sich nicht nur auf Statistiken verlassen, sondern auch einmal auf sein Bauchgefühl hören, ob das alles so stimmen kann und wo und wie er noch etwas tun kann, was vielleicht etwas kreativer und innovativer ist als nur auf Zahlen zu schauen. Gestandene Unternehmer haben eine untrügliche Witterung dafür, wo Fallstricke lauern könnten. Sie spüren geradezu, wo ein Risiko besteht. Oder auch nicht ‒ dann wird es problematisch.

Vier Schritte zur Krisenabwendung im Mittelstand


Wir helfen Ihnen dabei, ein für Ihr Unternehmen passendes Risikomanagement aufzubauen. Das gehört zu unseren Beratungsleistungen. Zusammen mit Ihnen gehen wir in vier Schritten vor.

1. Risiken identifizieren
Wir checken, welche Risiken wann und unter welchen Bedingungen eintreten können.
2. Risiken analysieren und bewerten
Wir prüfen die möglichen Folgen, die entstehen, wenn die identifizierten Risiken eintreten. Anhand der Folgen stufen wir die Risiken nach einer Schadensskala ein.
3. Risiken ausschalten
Wir suchen Lösungen, um Risiken gar nicht erst entstehen zu lassen, sie zu umgehen und zu minimieren.
4. Chancen suchen und Risiken in Kauf nehmen
Zugleich setzen wir die potenzielle Schadensdimension in Relation zu dem, was Ihr Unternehmen und Ihre Stakeholder demgegenüber gewinnen können. Daraus entsteht dann eine Art „Chancen-Risiken-Portfolio“. Stimmt die Relation, können Sie ein Risiko auch einmal eingehen. Risikomanagement soll keineswegs nur zu dauerhaftem Unterlassen führen, sondern die Chancen, die Risiken auch eröffnen, durchaus mit einbeziehen.

Frühwarnsystem im Unternehmen einrichten


Der Gesetzgeber will, dass Unternehmen sich systematisch mit ihrer Risikosituation befassen und Ansätze zu Fehlentwicklungen bereits im Keim ersticken. Damit verfügen sie über ein Frühwarnsystem, auf dessen Vorzüge auch wir als Sanierungsberater immer wieder hinweisen. Nach dem Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) zählt das Risikomanagement zu den Kerntätigkeiten unternehmerischen Handelns. Es ist ein wichtiges Element jeder Corporate Governance und entspricht genau derselben sorgfältigen Vorgehensweise, wie sie bei einer Due Diligence-Prüfung etwa vor einem Börsengang oder dem Erwerb von Immobilien oder eines Unternehmens geboten ist.

Das Risikomanagement im Berichtswesen


Das Risikomanagement findet auch Eingang in das Berichtswesen. So muss es im Lage-, bzw. Geschäftsbericht aufgeführt und in seinen Ergebnissen veröffentlicht werden. Aufgabe der Aufsichtsgremien, also der Verwaltungs-, bzw. Aufsichtsräte, ist es, die Wirksamkeit von Risikomanagementsystemen zu überwachen.

Besonders auf Liquidität achten: Drei Tipps

Wenn sich die KMU auch durch deutliche Stärken auszeichnen, so haben sie doch ‒ gleich in welcher Branche ‒ gegenüber Großkonzernen einen Schwachpunkt: ihre geringe Größe. Denn damit können sie Problemlagen schlechter cachieren und kaum auf andere Unternehmensbereiche oder florierende Tochtergesellschaften im In- und Ausland verlagern oder dort gar verstecken. Wenn sich die KMU auch durch deutliche Stärken auszeichnen, so haben sie doch ‒ gleich in welcher Branche ‒ gegenüber Großkonzernen einen Schwachpunkt: ihre geringe Größe. Denn damit können sie Problemlagen schlechter cachieren und kaum auf andere Unternehmensbereiche oder florierende Tochtergesellschaften im In- und Ausland verlagern oder dort gar verstecken.

1.
Ein Frühwarnsystem, das Ihnen gefährdete oder ausfallende Forderungen sofort anzeigt und Sie über den aktuellen Liquiditätsstatus informiert.
2.
Ein Controlling, das kurz- und langfristige Liquiditätsentwicklungen (etwa Zahlungseingänge einerseits und feste Finanzanlagen andererseits) gleichermaßen dokumentiert und Handlungsoptionen aufzeigt.
3.
Vorausschauende Vertragsgestaltung bei internationalen Forderungen, weil Gerichtsurteile aus Deutschland nur in Ländern mit EU-Vollstreckungsabkommen umgesetzt werden. Nehmen Sie in Ihre Verträge eine Klausel zur Einschaltung eines Schiedsgerichts auf. Und am besten: Bestehen Sie auf Vorkasse.

Unsere Leistungen

Umfassende
Sanierungsberatung

Wir helfen Ihnen, die Chancen in der Krisenzeit zu identifizieren. Nutzen Sie vorhandenes Potenzial, um Ihr Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

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Ideale
Prävention

Vorbeugende Maßnahmen gehören zwingend zum erfolgreichen Unternehmensalltag. Seien Sie auf jede Situation ideal vorbereitet – so bringt Sie nichts aus der Fassung.

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Informative
Fachvorträge

Wir informieren Unternehmer auch gern umfassend bei einem Vortrag – ob zur optimalen Vorsorge oder aufgrund akuter Herausforderungen.

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Schutzschirmverfahren & Eigenverwaltung

Behalten Sie die volle Kontrolle über Ihr Unternehmen. Mit dem Schutzschirmverfahren und der Eigenverwaltung erholen Sie sich schnell von der Krise.

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