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INSOLVENZ IN SICHT? RISIKO IM MITTELSTAND

Weg mit der rosaroten Brille!

Sie sind ein mittelständisches Unternehmen? Dann gehören Sie zu den Betrieben, die große Stärken haben. Der Mittelstand mit seinen über drei Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gilt ganz zu Recht als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Er ist ein dynamischer Motor der überaus erfolgreichen Binnenwirtschaft.

Er treibt den Export an, hat eine starke Gründerszene, ist innovativ und reagiert auf Veränderungen sehr flexibel. So weit, so gut. Aber der Mittelstand hat auch seine wunden Punkte. Manche können ihm gar zum Verhängnis werden.

Schwachstelle Unternehmensführung

Kennen Sie die größte Schwachstelle? Die Unternehmensführung. Denn sie ist meist nicht so systematisch wie etwa bei Großkonzernen.

Sicher liegt es auch daran, dass die KMU aus Kostengründen nur selten ausreichend Kompetenz in Stabsstellen vorhalten können und oft kaum über ein ausgereiftes Prozess- und Qualitätsmanagement verfügen.

Nur in wenigen Fällen betreiben sie ein so exzessives Controlling wie etwa internationale Aktiengesellschaften. Denn gerade börsennotierte Unternehmen müssen die stets anspruchsvollen Erwartungen kritischer Shareholder erfüllen.

Sie haben dafür entsprechend sensible Steuerungsmechanismen wie Balanced Scorecard, ein konsequentes Risikomanagement oder im Notfall ein professionelles Krisenmanagement.

Doch auch wenn diese Instrumente bei Ihnen nicht besonders ausgeprägt sind, können Sie viel dafür tun, dass ein Liquiditätsengpass im Endeffekt nicht mehr ist als ein Insolvenz-Risiko, und nicht geradewegs in die Pleite führt.

Also weg mit der rosaroten Brille, wenn sich erste düstere Wolken am Horizont zeigen!

Achten Sie frühzeitig auf mögliche Krisenursachen

Hier sind die zehn häufigsten Gründe dafür, dass ein Unternehmen aufkommende Risiken übersieht und in eine Krise gerät:

Krisenursache 1:

Sie haben ein Produkt, das der Markt nicht nachfragt.

Krisenursache 2:

Sie haben zu hohe Privatausgaben.


Krisenursache 3:

Sie beschäftigen zu viele Mitarbeiter.

Krisenursache 4:

Sie haben zu hohe Forderungsausfälle.


Krisenursache 5:

Sie schieben einen Schuldenberg vor sich her.

Krisenursache 6:

Sie legen mehr Wert auf Modernität als auf Effektivität.


Krisenursache 7:

Sie befinden sich in einer endlosen Verlustphase.

Krisenursache 8:

Sie haben wegen Großaufträgen expandiert, die jetzt ausbleiben.


Krisenursache 9:

Sie haben in guten Zeiten keine Rücklagen gebildet.

Krisenursache 10:

Sie suchen Krisenursachen bei anderen und nicht bei sich selbst.


Einzeln oder zu mehreren können sich diese Ursachen erst zu einer bloßen Insolvenz-Gefahr auswachsen ‒ und dann zur Endstation Insolvenz führen.

Gezielte Insolvenz-Prophylaxe im Mittelstand

Damit es nicht so weit kommt, brauchen Sie für Ihr Unternehmen ein passendes Risikomanagement. Übrigens: Das gehört zu unseren Beratungsleistungen.

Zunächst identifizieren und analysieren wir Ihre Risiken. Dann bewerten wir sie und schalten sie mit geeigneten Gegenmitteln aus.

Was uns besonders wichtig ist: Sie als Unternehmer sollen vor lauter Minimierung der Problemfelder nicht Ihre Handlungsfreiheit über Gebühr einschnüren.

Deshalb sollten Sie in Ihrer Strategie und Ihrem Business-Plan durchaus Ihre geschäftlichen Chancen suchen und Risiken in Kauf nehmen. Das können Sie beruhigt tun; denn wir setzen die potenzielle Schadensdimension in Relation zu dem, was Ihr Unternehmen und Ihre Stakeholder demgegenüber gewinnen können. Daraus entsteht dann eine Art „Chancen-Risiken-Portfolio“. Stimmt die Relation, können Sie ein Risiko auch einmal eingehen. Denn Risikomanagement soll keineswegs nur zu dauerhaftem Unterlassen führen, sondern die Chancen, die Risiken auch eröffnen, durchaus mit einbeziehen.

Bevor es eng wird: Packen Sie Ihren Notfallkoffer!

Wenn wir als erfahrene Insolvenz-Verwalter und Sanierungsberater Ihnen helfen sollen, dann muss es schnell gehen. Dafür sollten Sie eine Art Notfallkoffer vorbereiten. Packen Sie alle Informationen und Unterlagen hinein, die für die Lösung Ihres Problems wichtig sind.

Das brauchen wir von Ihnen:
  • Ansprechpartner in Ihrem Unternehmen mit den entsprechenden Kommunikationsdaten
  • Problembeschreibung
  • Belege
  • Aufstellung der Vermögenswerte (Gläubiger samt dazu gehörender Forderungen)
  • Sicherheiten
  • Einreden (Eigentumsvorbehalte, Grundpfandrechte, Abtretungen)

Sobald wir den Notfallkoffer erhalten und durchgearbeitet haben, prüfen wir Ihre Zahlungsfähigkeit, insbesondere Vollstreckungen, Stundungen, besondere Vereinbarungen und den Grad der Verschuldung bis hin zur Überschuldung.

Dann entwickeln wir einen Sanierungsplan mit einzelnen geeigneten Sanierungsmaßnahme. Damit Sie ruhig schlafen können, sagen wir Ihnen, was Sie auf keinen Fall tun dürfen und was Sie vermeiden müssen.

Vertrauen Sie uns!