INSOLVENZ-GEFAHR: GmbH IN NOT

LIQUIDITÄTSPLAN – ALS RETTER IN NOT
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INSOLVENZ? WEGE AUS DER KRISE
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Lesezeit: 3 min

ERST INSOLVENZ-GEFAHR, UND DANN BALD DIE GANZE GmbH IN NOT?

Es kann schneller kommen als man denkt.

Nehmen wir eine kleinere GmbH, die mit ihrer bei den Kunden bewährten Produktlinie lange Zeit gute Zahlen einfährt. Plötzlich wirft ein kaum bekanntes Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt und sichert es durch ein Patent ab. Dieser Mitbewerber sorgt für Furore, die GmbH erleidet eine Absatzkrise, ein Umsatzrückgang folgt und wächst sich zur Ertragskrise aus.

Das drückt die GmbH in Schieflage, bald droht der wirtschaftlicher Zusammenbruch. Ähnlich kann es gehen, wenn der Erfolg dem Unternehmen zwar viele Aufträge und entsprechende Forderungen einbringt, die Kunden aber nur wenig Anstalten machen, die Rechnungen zu bezahlen.

Vorsicht vor der Abwärtsspirale

Besonders kleine und mittlere Unternehmen können schnell in einen wackligen Liquiditätsstatus und in eine schlimme Lage geraten, wenn sich die gewohnten Rahmenbedingungen negativ ändern. Stottert die Konjunktur, dann verschlechtert sich meist die Zahlungsmoral.

Das Risiko von Forderungsausfällen steigt. Und dann das Übliche: erst ein Liquiditätsengpass, dann die Liquiditätskrise, vielleicht am Ende die Illiquidität und damit die Insolvenz ‒ die berüchtigte Abwärtsspirale.

Keine Managementfehler begehen

Was hat der Chef der GmbH falsch gemacht? Er hat nicht auf die Frühindikatoren geachtet, die eine gefährliche Entwicklung andeuten.

Möglicherweise hat er obendrein Fehlentscheidungen getroffen, die das Unternehmen auf den falschen Kurs bringen, in die Liquiditätsfalle tappen lassen und geradewegs in die Krise führen.

Den Gefahrentrend erkennen

Dafür gibt es Kennzahlen. Sie zeigen an, wo das Unternehmen genau steht, was es tut und was es bewirkt. Diese Kennzahlen werden in den sogenannten Balanced Scorecards dargestellt und sind eine Art Cockpit der Unternehmenssteuerung.

Denn Erkennen ist der erste Ansatz zum Umsteuern. Dann folgt ein liquiditätssichernder Bankkredit.

Konsequent dagegenhalten

So lässt sich eine Deckungslücke rasch identifizieren. Um eine drohende Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden, wird jeder Geschäftsführer sofort Maßnahmen zur Kostenreduzierung einleiten. Laschheit kann sich hier niemand leisten. Es ist vielmehr ein energisches Liquiditätsmanagement gefragt ‒ im Grunde eine Daueraufgabe.

Unabdingbar ist es, Risikomanagement zu betreiben und dafür ein geeignetes Frühwarnsysteme zu installieren. In jedem Fall müssen Sie bei jeder Maßnahme als Geschäftsverantwortlicher darauf achten, Ihr oberstes Ziel zu erreichen und es sicher zu stellen: die betriebswirtschaftliche Ertragskraft.