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Lesezeit: 3 min

BEQUEMLICHKEIT

Serie: die größten Unternehmerfehler

Zu den häufigsten Unternehmensfehlern gehört eine schlechte Ausgabenplanung. Gerade bei jungen Unternehmensgründern lässt sich oft beobachten, dass ein zu großer Teil der verfügbaren Mittel für teure Büroräume, hochmoderne Ausstattungen, exklusive Team-Ausflüge und ähnliches ausgegeben werden. Für Marketing, Produktentwicklung etc. bleibt dann oftmals nicht mehr viel übrig – mit verheerenden Folgen.

Schlechte Investitionsplanung – eins der Hauptprobleme

Immer weniger Unternehmer sind bereit, mit nicht ganz optimaler Ausrüstung zu starten. So werden häufig gleich zu Beginn teure Räumlichkeiten mit lang laufenden Verträgen angemietet. Immerhin will man vor Geschäftskunden und der Konkurrenz etwas hermachen. Nicht selten stehen auch exklusive Ausstattungen, teure Team-Ausflüge und weitere nicht unbedingt notwendige Stellen auf der Ausgabenseite.

Auch an anderer Stelle wird die Investitionspolitik aus Bequemlichkeit häufig nicht hinterfragt. So fällt beispielsweise das Marketing-Budget mal etwas höher aus, wenn es gut läuft, und mal etwas magerer, wenn die Gewinne zu wünschen übrig lassen. Auf die Idee, Investitionen an den tatsächlichen Anforderungen des Marktes auszurichten, kommt in emotional aufgeladenen Situationen oft niemand mehr.

Die Folgen eines solchen riskanten Verhaltens sind vielfältig:

  • Weniger liquide Mittel
  • Aufnahme teurer Kredite
  • Schulden
  • Ineffiziente Produktentwicklung
  • Ineffizientes Marketing

Von Anfang an klare Vorgaben für Investitionen

Oberstes Ziel eines Unternehmers muss es sein, seine Liquidität in einem sinnvollen Rahmen zu schonen. Das heißt, dass nicht unbedingt betriebsnotwendige Ausgaben vor allem in der Anfangszeit zu vermeiden sind. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, den Warenlagerbestand zu reduzieren und nicht aus Bequemlichkeit unnötig große Produktzahlen vorrätig zu halten. Auf diese Weise lassen sich unproduktive Kosten wie Zinsen und Kreditmittel reduzieren.

Stattdessen sind finanzielle Mittel dort zu investieren, wo sie wirklich gebraucht werden. Anstatt also zu Beginn gleich in ein aufwendig designtes Hauptgebäude zu investieren, sollte man sein Kapital in Entwicklung und Marketing fließen lassen, um zunächst ein tragkräftiges Fundament zu errichten.

Im Interesse einer optimalen Budgetplanung empfiehlt es sich, verschiedene Perspektiven einzunehmen. So sind nicht nur der Marketing-Plan, sondern auch weitere Faktoren wie die Wettbewerbssituation und die Rentabilität zu berücksichtigen. Fragen, die man sich bei der Bestimmung der Budget-Höhe stellen sollte, lauten entsprechend:

  • Wie viel geben die Wettbewerber aus?
  • Entspricht der Anteil am Werbedruck dem eigenen Marktanteil?
  • Welche finanzielle Mittel sind erforderlich, um das vorab definierte Ziel zu erreichen?
  • Wie hoch ist der ROI?

Ein effizienterer Mitteleinsatz ist bereits mit verhältnismäßig unkomplizierten Mitteln zu gewährleisten. So zeigen beispielsweise Analysen, dass vor allem kleine Unternehmen oft sehr viel mehr in Werbung investieren, als es für ihren Marktanteil sinnvoll wäre. Marktführer geben nicht selten deutlich weniger aus. Weiterhin empfiehlt es sich, das Budget nicht aus Bequemlichkeit konstant zu halten, sondern die Ausgaben den Ausgaben anzupassen, auch wenn das manchmal ein wenig weh tut. Zu guter Letzt spielt immer auch der ROI eine Rolle. Je geringer er ausfällt, desto genauer ist zu prüfen, ob die Ausgabe tatsächlich erforderlich ist.

Nicht zu bequem werden

Sieht man bei vielen Unternehmenskrisen mal etwas genauer hin, zeigt sich oft ein ähnliches Bild. Oft wird nicht gewissenhaft genug differenziert, welche Ausgaben tatsächlich erforderlich sind und welche nicht. Typische Bereiche sind EDV, große Lagerbestände, umfangreiche Gebäudeausstattungen und externe Mitarbeiter. Gerade erfolgreiche Unternehmer werden nicht müde, ihre Budget-Verteilung permanent zu reflektieren und infrage zu stellen. So kann sich beispielsweise herausstellen, dass es auf Dauer preiswerter ist, einen festen Mitarbeiter einzustellen und weiterzubilden, statt immer wieder auf externe Dienstleister zu setzen, die sich erst in Probleme einarbeiten müssen.

Weiterhin sollte man sich ein Beispiel an erfolgreichen Unternehmern nehmen. Zu den Vorzeigebeispielen gehört hier selbstverständlich Bill Gates, dem in der Anfangszeit von Microsoft eine Garage ausgereicht hat, um einen weltweit erfolgreichen Multimilliarden-Dollar-Konzern zu aufzubauen.

Wir unterstützen Sie bei zu hohen Ausgaben

Wenn Sie befürchten, dass Ihre Kosten zu hoch sind, unterstützen wir Sie, ehe es zum Sanierungsfall kommt. Wir vertreten den Grundsatz, dass Prävention immer der beste Weg ist. Deshalb: Setzen Sie sich mit uns in Verbindung und gemeinsam entwickeln wir eine Strategie, die sich passgenau an Ihrer Führungsweise und Ihren Strukturen orientiert.