CHANGE MANAGEMENT

Change Management: Gesamtheit aller bewusst eingerichteten Maßnahmen, die zu positiven Veränderungen führen.


Plötzlich ist sie da – die Situation, in der Sie als Mitglied der Geschäftsleitung tätig werden müssen.
Es geht um Kurskorrekturen, möglicherweise um einen neuen Kurs und um völlige Veränderung.

Krisenformen


Vielleicht macht sich diese Situation erst als Absatzkrise bemerkbar. Dann folgt eine Ertragskrise, in der sich rasch eine drohende Zahlungsunfähigkeit und ein Insolvenz-Risiko ankündigen. Vielleicht ist alles auch nicht so deutlich spürbar wie bei Kennzahlen, die sich erheblich verschlechtern und Sie als Geschäftsverantwortlichen veranlassen, sofort auf Risikomanagement umzuschalten. Sie werden vielmehr mit einer schleichenden Entwicklung konfrontiert, die sich nur ganz sacht und allmählich abzeichnet und die Sie nur entdecken, weil Sie Ihr Controlling nicht halbherzig, sondern systematisch betreiben. Und weil Sie ein Frühwarnsystem installiert haben, das Ihnen eine Krisenfrüherkennung ermöglicht.

Krisenursachen vorhersehen, erkennen und nutzen!


Krisenursachen können viele Gründe haben: Der Markt strukturiert sich um, starke Wettbewerber tauchen in Ihrem angestammten Geschäftsgebiet auf, es gibt Innovationssprünge in der Technik, der Gesetzgeber stellt neue Regeln auf, das Finanzwesen spielt verrückt.
Es kann auch weniger dramatisch sein: Einfach, wenn Sie merken, es klemmt irgendwo, es wird alles zu eingespielt, zu verfestigt, alles erstarrt in einem bequemen „Weiter so“.

Geschäftsprozesse und Unternehmenskultur rechtzeitig steuern


Die beiden Herzstücke eines gut funktionierenden Betriebes sind die Geschäftsprozesse und die Unternehmenskultur. Das gilt für KMU wie etwa eine Unternehmer–Gesellschaft, eine GmbH oder eine GmbH & Co. KG genauso wie für eine Aktiengesellschaft. Diese Herzstücke sind nicht immer grundsolide ‒ manchmal merkt ein Unternehmer das gar nicht, weil er betriebsblind geworden oder erfolgsverwöhnt – und nicht sehr selbstkritisch ist.

Veränderungen nachhaltig herbeiführen


Wie auch immer: Sie müssen jetzt handeln und Veränderungen einleiten. Betreiben Sie dazu ein systematisches Change Management, das seit etwa drei Jahrzehnten zum Handwerkszeug jeder erfolgreichen Unternehmensführung geworden ist. Veränderungsmanagement setzt umfassend und in der ganzen Breite an. Im Wesentlichen zielt es jedoch auf die beiden Herzstücke Geschäftsprozesse und Unternehmenskultur.

Ran an die Prozesse!
Die Geschäftsprozesse sorgen für den Ablauf im Unternehmen. Alle betrieblichen Funktionen ‒ beispielsweise Forschung, Entwicklung, Fertigung, Marketing, Vertrieb, Verwaltung ‒ benötigen einen bestimmten Input (Ressourcen, Material, Informationen) und erbringen einen entsprechenden Output. Tun die Funktionen das nicht, erzeugen sie also keinen eigenen Mehrwert, dann müssen sie optimiert werden oder sind überflüssig.

Exakt aufeinander abgestimmte Geschäftsprozesse geben den Beschäftigten individuelle Orientierung und dem gesamten Betrieb eine innere Ordnung. Die Frage ist allerdings immer, inwiefern die etablierten Prozesse noch sinnvoll sind und ob sie ergänzt oder völlig neu ausgerichtet werden sollen.
Externe Änderungen dürfen niemals schneller sein als interne Planungen
Wirtschaft, Technik und Gesellschaft ändern sich ständig und wirken auf die betrieblichen Prozesse ein. Nehmen Sie die digitale Transformation: Vor zwanzig Jahren gab es weder so etwas wie eine Suchmaschinenoptimierung noch Social Media, wie wir sie heute kennen. Kaum ein Unternehmen kommt umhin, vor diesem Hintergrund seine Prozesse neu zu gestalten oder gleich komplett neu aufzusetzen. Deshalb gilt für Veränderungsmanagement: Ran an die Prozesse ‒ offen und selbstkritisch, schonungslos und zugleich konstruktiv!
Neue Unternehmenskultur
Für Führungskräfte, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen neue Prozesse zumeist auch Unsicherheit: Welchen Sinn hat das alles? Brauchen wir das wirklich? Was bedeutet das für mich ‒ kann ich meine Kenntnisse weiternutzen oder muss ich Neues dazulernen, verliere ich Macht und Einfluss? Wir wissen doch: Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und hat meist Abneigung, wenn nicht gar Angst vor Veränderungen.

Daher müssen Sie auch ran an die bisherige Unternehmenskultur. Klar: Jede Organisation braucht Werte, Regeln und Überzeugungen. Diese sind nicht beliebig, sondern haben ihren Grund, sind in langer Zeit gewachsen und haben die betriebliche Gemeinschaft geformt.

Was sich allerdings in der Vergangenheit bewährt hat, kann unter neuen Bedingungen dann notwendige Entwicklungen hemmen. Stellen Sie deshalb alles auf den Prüfstand!

Die Kernfrage


Entscheidend ist die Antwort auf die Kernfrage: Kann das, was ist, auch das unterstützen,
was werden soll? Wenn ja, ist es erhaltenswert. Wenn nein, muss es geändert werden.

Fortlaufende Veränderung


Gutes Change Management ist keine Eintagsfliege oder ein zeitlich begrenztes Projekt, sondern eine fortlaufende Tätigkeit. Alle im Unternehmen, vorrangig natürlich die Geschäftsverantwortlichen, müssen sich immer wieder kritisch mit den eigenen Unternehmensprozessen auseinandersetzen, um Möglichkeiten zur Verbesserung zu finden.

Die Veränderung wird zwar gelegentlich eine Zäsur haben und Pausen erfordern. Aber sie gestattet kein Absetzen oder Beenden. Struktur ist hierbei unabdingbar. Ihr Business-Plan wird die betriebswirtschaftliche Ertragskraft ins Zentrum stellen und dabei die Interessen aller Ihrer Stakeholder einbeziehen. Denn ohne Zielsetzungen geht man einen Kampf gegen Windmühlen ein, den man nur verlieren kann. Stattdessen müssen alle Maßnahmen auf das Unternehmensziel ausgerichtet sein und entsprechenden Strategien zur konsequenten Umsetzung folgen.

Zum lernenden Unternehmen werden

Sie wollen mit Ihrem Unternehmen zukunftsfähig werden? Dann ist permanente Veränderung angesagt. Modelle für Veränderungen gibt es viele. Sie wurden vor allem von Vordenkern in den USA entwickelt, wie etwa das Drei-Phasen-Modell von Kurt Lewin und der weiter gehende Ansatz von John Kotter. Das Rezept von Peter M. Senge stellt die „Lernende Organisation“ in den Mittelpunkt.

Das lernende Unternehmen reagiert angemessen auf interne und externe Impulse, greift diejenigen auf, die das Unternehmensziel fördern, und versteht, was diesem Ziel schaden könnte. Im lernenden Unternehmen können mehr Offenheit, mehr Kreativität und Spontanität entstehen. Alle Beschäftigten können ihr vielfältiges Wissen und Können besser einbringen und so zum dauerhaften Optimieren des Unternehmens beitragen.

Lebenslanges Lernen

Das setzt etwas voraus, was Bildungsforscher angesichts des rasanten Fortschritts von Globalisierung und Digitalisierung immer wieder als das beste Rüstzeug empfehlen: die Fähigkeit und den Willen zu lebenslangem Lernen. Angesprochen sind alle ‒ das Mitglied der Geschäftsleitung, egal ob als Vorstand oder Geschäftsführer, aber auch Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Gesellschafter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Unsere Leistungen

Umfassende
Sanierungsberatung

Wir helfen Ihnen, die Chancen in der Krisenzeit zu identifizieren. Nutzen Sie vorhandenes Potenzial, um Ihr Unternehmen wieder auf den richtigen Kurs zu bringen.

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Ideale
Prävention

Vorbeugende Maßnahmen gehören zwingend zum erfolgreichen Unternehmensalltag. Seien Sie auf jede Situation ideal vorbereitet – so bringt Sie nichts aus der Fassung.

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Informative
Fachvorträge

Wir informieren Unternehmer auch gern umfassend bei einem Vortrag – ob zur optimalen Vorsorge oder aufgrund akuter Herausforderungen.

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Schutzschirmverfahren & Eigenverwaltung

Behalten Sie die volle Kontrolle über Ihr Unternehmen. Mit dem Schutzschirmverfahren und der Eigenverwaltung erholen Sie sich schnell von der Krise.

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